Profitable Ölaktien kaufen – Vergleich (2025)

Karl-Heinz Ramer

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Lesezeit: 24

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Das Wichtigste über Ölaktien in 60 Sekunden

30 sekunden trading seminar
  • Ölaktien und ihre Sektoren
    Ölaktien sind Wertpapiere von Unternehmen der Öl- und Gasindustrie, die in drei Sektoren unterteilt werden: Upstream (Exploration und Förderung), Midstream (Transport und Lagerung) und Downstream (Raffinerien und Vertrieb). Viele große Konzerne sind in allen drei Bereichen tätig.
  • Top Ölaktien nach Marktkapitalisierung
    Die größten Ölgesellschaften sind Exxon Mobil, Chevron, Royal Dutch Shell und TotalEnergies. Neben diesen integrierten Konzernen gibt es spezialisierte Unternehmen wie Enbridge (Midstream) und EOG Resources (Upstream).
  • Einflussfaktoren auf den Ölpreis
    Der Ölpreis wird von Angebot und Nachfrage bestimmt, die wiederum durch geopolitische Ereignisse, Naturkatastrophen, nationalen politischen Entscheidungen und Fördermengen-Beschlüssen der OPEC+ beeinflusst werden. Für 2025 wird ein Überangebot erwartet, doch politische Unsicherheiten sorgen für Volatilität.
  • Korrelation zwischen Ölpreis und Aktienkursen
    Upstream-Unternehmen korrelieren stark mit dem Ölpreis, da ihre Gewinne von hohen Rohölpreisen abhängen. Midstream-Firmen sind weniger betroffen, da sie hauptsächlich Transport- und Lagergebühren verdienen. Downstream-Unternehmen profitieren tendenziell von niedrigen Ölpreisen, da sie günstiger Rohöl einkaufen können.
  • Handelsstrategien mit Ölaktien
    Langfristige Investoren setzen auf dividendenstarke Unternehmen wie Petrobras oder Enbridge. Value-Anleger suchen unterbewertete Aktien mit niedrigem KGV, z. B. Shell oder TotalEnergies. Risikofreudige Trader können von kurzfristigen Preisschwankungen durch geopolitische Ereignisse profitieren.
  • Alternativen zur Investition in Einzelaktien
    ETFs wie der VanEck Oil Services UCITS ETF oder der SPDR S&P US Energy Select Sector UCITS ETF bieten breit gestreute Investitionsmöglichkeiten. Wer direkt auf den Ölpreis spekulieren möchte, kann Futures handeln, die den Rohölpreis 1:1 abbilden.

Die Preise für Rohöl fahren Achterbahn – übrigens nicht erst seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs. Zu Beginn des Jahres hat der Preis für Crude Oil, sowohl der Sorte WTI (West Texas Intermediate) als auch für die Nordsee-Sorte Brent, wieder angezogen.

Chart mit dem Vergleich der beiden Rohölsorten WTI und Brent
Abb.1: Vergleich der beiden Rohölsorten WTI und Brent (Cash-Markt, daily) und darunter die Differenz Brent zu WTI, über 12 Monate, in US-Dollar je Barrel

Am 15.01. erreichten beide Rohölsorten einen vorläufigen Höchstwert, seitdem sind sie zwar wieder rückläufig, doch Insider gehen von einem neuen Anstieg aus.

Wie aber können Sie (und damit nicht nur Staat und die Ölmultis) von den steigenden Ölpreisen profitieren und so Ihre Mehrkosten für Benzin und Heizung zum Teil kompensieren?

Ich will Ihnen in diesem Artikel einige der interessantesten Ölaktien zeigen und dazu auch nützliche Tipps für den Handel mit diesen Wertpapieren mit auf den Weg geben.

Was sind Ölaktien und wie unterscheiden sich ihre Emittenden?

Als Ölaktien bezeichnen wir Wertpapiere von Unternehmen, die in der Öl- und Gasbranche tätig sind. Dieser Geschäftsbereich lässt sich in drei Sektoren aufteilen: Upstream, Midstream und Downstream.

Die drei Sektoren mit ihren wichtigsten Geschäftsfeldern:

  • Upstream: Diese Unternehmen konzentrieren sich auf die Exploration und Förderung (z. B. Bohrunternehmen).
  • Midstream sind Firmen, die sich auf Lagerung und Transport von Rohöl, raffinierten Produkten oder Flüssigerdgas (LNG) spezialisiert haben, z.B. Betreiber der Pipelines oder Tankerflotten.
  • Downstream umfasst Unternehmen im Bereich Raffinerie und Vertrieb. Sie wandeln Rohöl oder Erdgas in Kraftstoffe und andere Produkte um beliefern den Endverbraucher.

Zusätzlich kann man Serviceunternehmen hinzunehmen, die die Ölindustrie mit Ausrüstung und Dienstleistungen (z. B. Bohrplattformen) unterstützen.

Viele Unternehmen, vor allem die großen Konzerne, decken alle drei Sektoren umfassend ab, es existieren jedoch auch Gesellschaften, die sich auf bestimmte Geschäftsfelder spezialisiert haben.

Die TOP 10 der Ölaktien

Werfen wir zuerst einen Blick auf die “TOP 10” der Ölkonzerne. Die 10 größten Gesellschaften nach Marktkapitalisierung:

Hinweis: Die Daten wurden zwischen dem 16. und 20. Februar 2025 abgerufen und können daher in den einzelnen Tabellen leicht voneinander abweichen. Rufen Sie immer die aktuellen Daten (z.B. bei barchart.com) ab, wenn Sie Handelsüberlegungen anstellen.

#SymbolNameLastMarketCap Mrd. $KGV ttmKUVDiv Yield ttm
1XOMExxon Mobil Corp111,36484,77914,141,3853,52 %
2CVXChevron Corp158,24282,55715,541,3844,20 %
3SHELRoyal Dutch Shell Plc ADR68,21205,5929,080,7144,11 %
4TTETotalenergies Se ADR61,47143,8597,970,6804,03 %
5COPConocophillips100,55114,59612,541,9693,13 %
6PBRPetroleo Brasileiro S.A. Petrobras ADR14,8695,5704,320,98012,31 %
7BPBP Plc ADR34,6292,47210,90,4864,00 %
8ENBEnbridge Inc41,8692,19521,062,4376,28 %
9EOGEog Resources134,7175,66610,973,2602,75 %
10EPDEnterprise Products Partners LP33,3772,93912,541,3006,24 %
Tab.1: Top10 der Öl-Aktiengesellschaften nach Marktkapitalisierung (Marktkapitalisierung: in Mrd.US\$, Div Yield: Dividendenrendite, 5Y Div: Dividendenwachstum innerhalb der letzten 5 Jahre, ttm: „trailing twelve month“-innerhalb der letzten 12 Monate)

Die meisten dieser Firmen sind integrierte Unternehmen, d.h. in allen 3 Sektoren (Upstream, Midstream und Downstream) tätig.

Das kanadische Unternehmen Enbridge Inc. konzentriert sich hauptsächlich auf Midstream-Aktivitäten und verfügt über das größte Pipelinesystem in Nordamerika. Außerdem ist es im Bereich der erneuerbaren Energien engagiert und erzeugt Energie aus Wind- und Sonnenenergie.

EOG Resources Inc. ist hauptsächlich in der Exploration und Förderung tätig. Die Aktivitäten des führenden Upstream-Energieunternehmens erstrecken sich über die Vereinigten Staaten, China und Trinidad. Das Unternehmen firmierte früher unter dem Namen Enron Oil & Gas Company. Es wurde 1985 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Houston, Texas.

Enterprise Products Partners ist mit einer breiten Basis von Midstream-Infrastrukturanlagen das führende Midstream-Energieunternehmen in Nordamerika. Das Unternehmen ist in 4 Segmenten tätig: Flüssiggas-Pipelines & Services, Rohöl-Pipelines & Services, Natural Gas Pipelines & Services und Petrochemische Produkte und Raffinerien.

Exploration und Förderung: Ölaktien der Upstream Unternehmen

Upstream Unternehmen spezialisieren sich auf Exploration und Förderung von Rohöl und Natural Gas. Die Top 5 der Explorationsunternehmen werden von der bereits bekannten EOG Resources Inc. angeführt.

#SymbolNameLastMarket Cap Mrd.$KGV ttmKUVDiv Yield ttm
1EOGEog Resources134,7175,66610,973,26022,75 %
2FANGDiamondback Energy156,9945,8399,113,0335,28 %
3EQTEqt Corp53,4331,88139,465,27131,18 %
4DVNDevon Energy Corp34,6422,7556,741,39334,19 %
5CTRACoterra Energy Inc27,5220,27216,823,64853,05 %
Tab.2: Top 5 Upstream-Unternehmen nach Marktkapitalisierung

Die Nr. 2 der Tabelle, Diamondback Energy, Inc. konzentriert sich auf die Erschließung, Erforschung und Ausbeutung von Öl- Gasfeldern in Westtexas und New Mwxico. Außerdem betreibt es Midstream-Infrastrukturanlagen in diesen Gebieten. Es wurde im Jahr 2007 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Midland, Texas.

Die EQT Corporation wurde unter dem Namen “Equitable Resources Inc.” 1878 gegründet. Sie konzentriert sich heute auf die Erschließung und Ausbeutung von Erdgasfeldern und der Produktion von Natural Gas. Sie betreibt auch Pipelines und hat ihren Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania.

Mid- und Downstream: die Ölaktien der Top10

Im Sektor Midstream findet man die großen Raffinerie Betreiber. Raffinerien verarbeiten das Rohöl und wandeln es in Kraftstoffe (Benzin, Diesel, Kerosin), Heizöle, Schmieröle, Bitumen und verschiedene Grundstoffe für die chemische Industrie um.

Die 10 größten Unternehmen im Sektor Midstream und Downstream nach Marktkapitalisierung sind:

SymbolNameLastMarketCap x1000$KGV ttmKUVDiv Yield ttm
1XOMExxon Mobil Corp111,36484.779.00814,141,38473,52 %
2CVXChevron Corp158,24282.556.60815,541,38394,20 %
3COPConocophillips100,55114.596.31212,541,96933,13 %
4BPBP Plc ADR34,6292.471.63210,90,48574,00 %
5EQNREquinor ASA ADR23,0964.485,37,270,6310,13 %
6PSXPhillips 66128,0452.879,120,580,363,51 %
7MPCMarathon Petroleum Corp156,0650.156,016,150,352,17 %
8SUSuncor Energy Inc39,5649.236,410,111,334,06 %
9HESHess Corp146,5545.154,715,073,451,28 %
10VLOValero Energy Corp135,3142.837,115,760,323,21 %
Tab.3: Top 10 Raffineriebetreiber nach Marktkapitalisierung

Auch hier ist anzumerken, dass die meisten Unternehmen in allen Sektoren tätig sind. Reine Midstream Gesellschaften sind in der Liste nicht zu finden.

Phillips 66 ist in vier Segmenten tätig: Midstream, Chemikalien, Raffinerie und Marketing. Das Midstream-Segment transportiert Rohöl, Erdgas und andere Rohstoffe und bietet Terminal- und Lagerungsdienste für Rohöl und raffinierte Erdölprodukte. Das Segment Refining raffiniert Rohöl und andere Rohstoffe zu Erdölprodukten wie Benzin, Destillaten, Flugzeugtreibstoffen und erneuerbaren Energien. Das Segment M&S ist zuständig für Kauf und Vermarktung.Phillips 66 wurde im Jahr 1875 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Houston, Texas.

Die Marathon Petroleum Corporation ist als integriertes nachgelagertes Energieunternehmen hauptsächlich in den Vereinigten Staaten tätig. Das Unternehmen ist in den Segmenten Refining & Marketing in seinen Raffinerien an der Golfküste und der Westküste der USA tätig. Im Segment Downstream vertreibt es raffinierte Produkte, einschließlich erneuerbaren Diesel, durch Transport, Lagerung, Vertrieb und Marketingdienstleistungen. Zu den raffinierten Produkten des Unternehmens gehören Kraftstoffe, Schweröl und Asphalt.

Valero Energy Corporation produziert, vermarktet und verkauft erdölbasierte und kohlenstoffarme flüssige Kraftstoffe und petrochemische Produkte internatinal. Das Unternehmen ist in drei Segmenten tätig: Raffinerie, erneuerbarer Diesel und Ethanol. Das Unternehmen produziert Gasoline, Diesel, Düsentreibstoff, Heizöl und Asphalt, Rohmaterialien, Aromaten, schwefelhaltiges und restliches Heizöl. Es vertreibt seine raffinierten Produkte über Großhandelsmärkte und über Verkaufsstellen unter den Marken Valero, Beacon, Diamond Shamrock, Shamrock, Ultramar und Texaco.

Serviceprovider der Ölaktien-Gesellschaften

Die TOP 5 der Serviceunternehmen, wieder nach Marktkapitalisierung geordnet:

#SymbolNameLastMarket Cap, Mrd$KGV ttmKUVDiv Yield ttm
1SLBSchlumberger N.V.41,7458,94812,161,602,64 %
2BKRBaker Hughes Company45,6245,66719,581,651,86 %
3HALHalliburton Company26,2623,0878,690,992,59 %
4FTITechnipfmc Plc29,1312,88221,461,550,66 %
5KNTKKinetik Holdings Inc59,039,65222,676,506,22 %
Tab. 4: Top 5 der Serviceprovider

Ölaktien europäischer und nicht-nordamerikanischer Gesellschaften

Sieht man sich die Listen der kapitalträchtigsten Konzerne an, so fällt auf, das die überwiegende Zahl dieser Unternehmen ihren Hauptsitz in Nordamerika (USA und Kanada) hat.

Aber auch große europäische Gesellschaften finden sich in den Top-Platzierungen. So z.B. die britische BP Plc (“British Petrol”) mit Sitz in London, das Norwegische Unternehmen Equinor ASA, die Royal Dutch Shell oder der französische Konzern Totalenergies Se.

Ebenfalls in den Spitzenrängen findet man den italienischen Konzern Eni Spa, in Deutschland bekannt durch sein Emblem an den Tankstellen: der 6-beinige Hund von AGIP. AGIP, das ältere Unternehmen, wurde nach der Gründung von Eni in den Konzern integriert und blieb als Markenname des Eni-Tankstellennetzes erhalten.

Zwei weitere Konzerne dürfen in dem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben:

Zum einen die Nummer 6 der Weltrangliste, Petrobras SA (Petroleo Brasileiro S.A.) und zum anderen die Saudi-Arabische Saudi Aramco, gehandelt an der saudi-arabischen Wertpapierbörse Tadawul. Diese Aktie ist für den Retail-Trader unerreichbar, da die Tadawul den Zugang zu ihren Märkten auf institutionelle Investoren aus dem Ausland beschränkt.

Die Tabelle zeigt die Aktien der genannten Gesellschaften, die an europäischen Handelsplätzen gehandelt werden. Auffällig dabei ist das zum Teil relative geringe Volumen.

NameSymbolExchangeLastØVol. 3mteEPSKGV
BP PLCBP.DEXETR5,4141.195.9570,023246,34
Eni SpAENI.DEXETR13,96817.1370,76818,15
Equinor ASAEQNRo.BSBATS Eur257,058.7613,127,42
Shell PLCR6C0.FFRA32,410.2132,5513,16
TotalEnergies SETTEp.BSBATS Eur58,282.3706,748,99
Tab.5: Aktien europ. Gesellschaften an europ. Börsenplätzen

Der Handel mit Ölaktien

Worauf müssen Sie achten, wenn Sie Ölaktien handeln wollen? Welche Faktoren beeinflussen den Preis und welche Aktien sollten Sie für welche Strategien und Handelsziele in Erwägung ziehen?

Ölaktien und der Preis des Rohöls

Der Kursverlauf einer Aktie wird durch eine sehr lange Reihe von Faktoren beeinflusst. Bei den Gesellschaften der Öl- und Gasbranche ist das natürlich genau so. Die Qualität des Managements spielen hier ebenso eine wichtige Rolle wie die Innovationsfreudigkeit des Unternehmens oder die Resilienz, wirtschaftliche Schwierigkeiten wegzustecken.

Einen wesentlichen Einfluss hat jedoch der Preis des zugrundeliegenden Urstoffs der Geschäftstätigkeit: das Rohöl (“Crude Oil”) bzw. Erdgas (“Natural Gas”).

Dieser Preis steht in unmittelbarer Wechselwirkung mit der Nachfrage und somit mit dem Anreiz, zur Exploration, Förderung und Aufbereitung des Rohstoffs. Schauen wir uns kurz die wichtigsten Faktoren an.

Was beeinflusst den Preis des Rohöls?

Wie bei allen Gütern am Markt wird auch bei Energierohstoffen der Preis zunächst durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt. Bei Öl und Gas kommen jedoch noch weitere Faktoren hinzu.

Nachfrage:

Die Nachfrage ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten stetig gestiegen. Bevölkerungswachstum, steigende Industrialisierung und Verkehrsaufkommen und der wachsende Lebensstandard vor allem in den Ländern Asiens und der Südhalbkugel treiben den Bedarf an Energie nach oben.

Dieser Bedarf ist aber auch stark saisonal abhängig. Zu bestimmten Zeiten des Jahres steigt der Treibstoffverbrauch an (in den USA spricht man von der “Driving Season”). Außerdem ist der Bedarf an Energie (Kraftwerksstrom aus Öl und Erdgas) und Heizmaterial witterungsabhängig und steigt in den Sommer- und Wintermonaten (Klimaanlagen, Heizungen).

$ Charts zeigen die Saisonalität der 4 wichtigsten Energierohstoffe
Abb.3: Seasonal Charts der 4 zentralen Energierohstoffe Rohöl, Heating Oil, Erdgas und Benzin, jeweils 5-, 10- und 15-Jahres Durchschnitt; Quelle: InsiderWeek (https://insider-week.com/de/seasonal-charts/)

Angebot:

Trotz aller Energiekatastrophen-Ankündigungen der letzten Jahrzehnte ist (in unseren Tagen) die globale Versorgung mit Öl und Gas noch nicht komplett zusammengebrochen.

Die USA, vor einiger Zeit noch ein Produzent im Mittelfeld, konnte sich Dank intensiver Exploration und neuer Technologien mittlerweile an die Spitze der Fördernationen emporschwingen.

Die 3 größten Förderländer 2022 waren

  •  Vereinigte Staaten (759,5 Millionen Tonnen)
  •  Saudi-Arabien (573,1 Mio. t)
  •  Russland (548,5 Mio. t)

Und dank noch unerforschter oder unerschlossener Reservoire in Mittel- und Südamerika (Venezuela) oder Russland lässt der Burn-Out sicher noch auf sich warten (Dies soll allerdings keine Schönfärberei und Entwarnung darstellen! Die Reserven des Planeten sind nicht unbegrenzt. Ich möchte hier nur auf die augenblickliche Situation abzielen.)

Weitere Einflussfaktoren:

Gesteigerte Nachfrage führt zu vermehrter Förderung und Aufbereitung von Öl und Gas. Kurzfristige Nachfrage-Spitzen können außerdem auch zur Freigabe nationaler Reserven Anlass geben. Insofern könnte die momentane Nachfrage durchaus noch ohne größere Probleme befriedigt werden.

Dennoch gibt es auf der Angebotsseite Unsicherheitsfaktoren.

Da wäre zunächst die Natur zu nennen: Naturkatastrophen wie Hurricanes (z.B. im Golf von Mexiko) oder Tornados können die Förderung stoppen und Versorgungswege stark in Mitleidenschaft ziehen.

Die größte Gefahr für die Versorgung mit diesen Rohstoffen geht jedoch vom Menschen selbst aus:

Die Energieabhängigkeit der Nationen führt dazu, dass seit über einem halben Jahrhundert Energierohstoffe gerne als politisches Druckmittel eingesetzt werden. Den älteren meiner Leser dürfte z.B. die “Ölpreiskrise” der 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts noch in Erinnerung sein.

Die aktuelle Förderpolitik der OPEC+:

Die OPEC+ verfolgt seit längerem eine Strategie der Fördermengenkürzungen, um den Ölpreis zu stützen. Die Mitglieder hatten sich vor längerer Zeit auf eine Begrenzung der gemeinsamen Rohölproduktion auf 39,2 Millionen Barrel pro Tag geeinigt. Außerdem haben mehrere Mitglieder des Kartells “freiwillige” Kürzungen vorgenommen.

Die Internationale Energieagentur IEA geht trotzdem bis Mitte des Jahres von einem starken Überangebot am Weltmarkt aus.

Doch nicht nur Öl und Gas als “politische Waffe” machen diese Rohstoffe volatil. Geopolitische Ereignisse lassen Fördermengen ausfallen oder Nachschubwege versiegen.

Die zunehmende Polarisierung der globalen Machtstrukturen (Ukrainekrieg, Handelskonflikte, lokale Konflikte wie die Rebellenaktionen im Roten Meer, die Handelsrouten lahmlegen) können die Versorgung zeitweise in Bedrängnis bringen und die Preise explodieren lassen.

Schließlich darf man auch die nationale Politik nicht außer Acht lassen — davon gleich mehr.

Wie korrelieren Ölaktien mit dem Ölpreis am Markt?

Wie hängt nun die Kursentwicklung von Öl-Aktien hängt vom aktuellen Ölpreis ab? Dabei lohnt es sich, zu differenzieren, da die Stärke der Korrelation je nach Unternehmenssegment variiert:

  • Upstream-Unternehmen: Diese Aktien korrelieren in der Regel sehr stark mit dem Ölpreis, da deren Umsätze direkt von der Fördermenge und den Rohölpreisen abhängen. Ein steigender Ölpreis wirkt sich positiv auf die Margen aus.
  • Midstream-Unternehmen: Die Korrelation ist oft schwächer. Die Kostenstruktur dieser Unternehmen basiert überwiegend auf Gebühren für Transport und Lagerung. Ihr Einkommen ist weniger volatil, aber nicht völlig unabhängig vom Markt.
  • Downstream-Unternehmen: Diese Unternehmen profitieren oft von niedrigen Ölpreisen, da sie dann günstig Rohöl einkaufen können. Eine inverse Korrelation kann in diesem Segment auftreten.

Bei kleineren Unternehmen ist die Korrelation oft überproportional stark, da sie weniger diversifiziert sind und stark von externen Faktoren wie Finanzierungskosten oder geopolitischen Risiken beeinflusst werden.

Weitere Faktoren beim Handel mit Ölaktien

Naben den Preisen der Rohstoffe an den Öl- und Gasmärkten müssen Sie noch weitere Faktoren berücksichtigen, die Einfluss auf die Unternehmen der Branche und ihrer Aktien haben. Drei wichtige davon:

1. Die nationale Politik kann beschleunigen oder bremsen

Nicht nur auf der internationalen Bühne sind Energierohstoffe ein gern genutztes Druckmittel. Auch die nationale Energie- und Wirtschaftspolitik hat erhebliche Auswirkungen auf die Situation der Gesellschaften und Konzerne der Branche.

Die Politik kann hier fördernd und beschleunigend wirken – oder bremsen, bis zum Stillstand.

Ausschnitt aus einem Screenshot des nachrichtenportals msn.com
Abb.4: “Drill, Baby, Drill” – die US-Regierung unter Donald Trump will die Ausschöpfung der Energie-Rohstoffe forcieren. Qu.: msn.com/nachrichten

Ob eine Regierung hier die Nutzung und den Ausbau der Energie-Infrastruktur vorantreibt oder – durch Sanktionen und technologisch unausgereiften Umbau – be- und verhindert hat einen wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der betroffenen Unternehmen.

2. Die Abkehr von fossilen Energieträgern

Der verstärkte Umstieg und Wandel hin zu erneuerbaren Energien kann die Bewertung traditioneller Ölunternehmen langfristig belasten. Eine Greenpeace-Studie von 2022 zeigte: nur etwa 7% der Gesamtinvestitionen der zwölf größten Öl- und Gaskonzerne flossen in erneuerbare Energien. 93% wurden in fossile Projekte investiert.

Ein rascher Ausstieg aus den Energieträgern Öl und Gas, wie ihn Vertreter der Ökologischen Bewegungen fordern, wird zwar kaum möglich sein. Der langfristige Trend zum Ausbau erneuerbarer Energien und neuer Technologien ist jedoch erkennbar.

Trotz der zunehmenden Investitionen in erneuerbare Energien und Klimaschutzziele bleibt der Anteil im Vergleich zu den Gesamtinvestitionen der Ölkonzerne relativ gering. Aber die Unternehmen stehen unter Druck, ihre Strategien anzupassen und mehr in nachhaltige Energielösungen zu investieren.

Als Trader, vor allem wenn Sie einen längerfristigen Investitionszeitraum anstreben, sollten Sie daher Diversifikationsstrategien der Unternehmen (z. B. in Richtung Wasserstoff oder Biokraftstoffe) berücksichtigen.

3. Stärke und Schwäche des US-Dollar

Da Öl in USD gehandelt wird, beeinflussen Währungsschwankungen sowohl den Ölpreis als auch die Ertragslage von Unternehmen.

Welche Handelsstrategien können Sie mit Ölaktien verfolgen?

Bei der Frage nach der Frage nach der Handelsstrategie stellt sich natürlich zuerst die grundlegendere Frage, welche finanziellen Ziele Sie mit dem Handel erreichen wollen. Sind Sie eher auf der Seite der kurz- bis mittelfristigen Daytrader oder Swingtrader zu finden oder oder achten Sie eher auf langfristige und dividendenstarke Investitionen?

Langfristig und dividendenstark in Ölaktien investieren

Wenn Sie einen Dividendenstrategie verfolgen, legen Sie den Fokus auf Aktien von etablierten Unternehmen, die regelmäßig Dividenden ausschütten. Die wesentlichste Kennzahl hierbei ist die Dividendenrendite.

Außerdem interessieren hier natürlich noch die Auszahlungsquote (engl. ‘Dividend Payout Ratio’ ) und das Dividendenwachstum. Die folgende Tabelle zeigt die Spitzenreiter sortiert nach der Dividendenrendite. Außerdem finden Sie den Gewinn je Aktie (‘Earnings ttm’) als rollierenden Betrag der letzten 12 Monate (ttm = “trailing twelve months”), die Ausschüttungsquote und das Dividendenwachstum innerhalb der letzten 5 Jahre.

(Hier auch wieder den Hinweis, dass es sich bei der Tabelle um eine Momentaufnahme handelt, die als Planungs- und Entscheidungshilfe dienen kann. Entnehmen Sie tagesaktuelle Daten bitte den einschlägigen Infoportalen!)

#SymbolNameDiv Yield(a)Earnings ttmPayout%5Yrs↑Div%
1PBRPetroleo Brasileiro S.A. (Petrobras)14,08 %2,6469,80 %490,32 %
2WESWestern Midstream Partners LP9,13 %4,0377,82 %30,61 %
3GPRKGeopark Hlds Lmtd7,54 %1,9727,94 %0,00 %
4ETEnergy Transfer LP7,06 %1,2891,27 %4,92 %
5PAAPlains All American Pipeline LP7,03 %1,5167,63 %-7,97 %
6MPLXMplx LP6,81 %4,2182,75 %32,45 %
7DKDelek US Holdings6,66 %-5,3218,96 %-28,87 %
8PAGPPlains Gp Holdings LP6,55 %0,53243,29 %-7,97 %
9SPHSuburban Propane Partners LP6,45 %1,06120,62 %-45,83 %
10EPDEnterprise Products Partners LP6,35 %2,6976,48 %18,18 %
Tab. 6: TOP 10 der Ölaktien, gelistet nach Dividendenrendite

Für die Beurteilung der jeweiligen Unternehmen sollten Sie aber noch zusätzliche Finanzdaten heranziehen. Auch diese Daten, die ich hier nur als “Schnappschuss” wiedergeben könnte, sollten Sie den aktuellen Veröffentlichungen z.B. bei Barchart (https://www.barchart.com/investing-ideas/top-oil/stocks) entnehmen.

Außerdem sind weitere Informationen zu berücksichtigen: So weißt die Petrobras S.A. zum Beispiel eine extrem hohe Dividendenrendite von 14% auf, die Ausschüttungsquote um die 70% liegt jedoch in einem akzeptablen Bereich. Hier sollte allerdings auch das politische Umfeld berücksichtigt werden. Petrobras als staatlicher Betrieb könnte seine Dividendenpolitik durchaus rasch ändern.

Ölaktien für Value- und Momentum-Strategen

Unterbewertete Aktien der Konzerne picken

Ein weiterer Ansatz, mit Ölaktien zu traden, ist eine Value-Strategie, bei der nach unterbewerteten Papieren mit einer günstigen Zukunftsperspektive gesucht wird.

Hier sind KGV (Kurs/Gewinn) und Kurs-/Umsatzverhältnis wichtige Kriterien. Bei der Betrachtung der Top 10 Konzerne in Tabelle 1 fallen dabei folgende Werte auf:

  • Royal Dutch Shell Plc ADR (SHEL) Mit einem KGV von 9,08 liegt Shell deutlich unter dem Branchendurchschnitt (der oft zwischen 10 und 15 liegt). Das “Price/Sales” Verhältnis von 0,71 deutet ebenfalls auf eine Unterbewertung hinweist. Shell erscheint hier als eine der am deutlichsten unterbewerteten Aktien.
  • TotalEnergies Se (TTE) Auch hier liegt das KGV (7,9) sehr niedrig im Vergleich zum Branchendurchschnitt. Das KUV bei ebenfalls rund 0,7 stellt ein weiteres Signal für eine niedrige Bewertung dar..
  • BP Plc ADR (BP) BP ist mit einem niedrigen KGV von 10,9 und einem besonders niedrigen Price/Sales Verhältnis unter 0,5 ein weiteres Unternehmen, das möglicherweise deutlich unterbewertet ist.

Chancen für hochrisikoaffine Trader im Ölsektor

Im Rahmen einer getradeten Momentum-Strategie kommt der technischen Analyse große Bedeutung zu. Hierbei ist es wichtig zu bedenken, was ich Eingangs erwähnt habe:

Der Energiesektor ist eine sehr volatile Branche, die auf externe Reize sehr sensibel reagiert. Vor allem im aktuellen politischen Umfeld, das sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels zeigt, ist das zu spüren. Die Außen- und Wirtschaftspolitik der Trump-Administration sorgt aufgrund ihrer Zollankündigungen gegenüber Kanada und Mexiko zu Unsicherheit und Kursschwankungen im Markt.

Die USA haben Einfuhrzölle in Höhe von 25 % auf sämtliche Importe aus Kanada und Mexiko verhängt. Zusätzlich wurde ein Sonderzoll von 10 % auf kanadische Energieprodukte eingeführt. Kanada liefert täglich rund 4 Millionen Barrel Rohöl in die USA und deckt damit mehr als die Hälfte der gesamten US-Ölimporte ab. Mexiko ist für etwa 11 % der amerikanischen Rohöl-Ein- und Ausfuhren verantwortlich.

Hier ergeben sich vor allem für kurzfristige Marktakteure deutliche Gewinnchancen – aber auch große Risiken! Wer jetzt “am Ball bleibt” und vor allem das aktuelle Nachrichtengeschehen verfolgt, kann von dieser Situation durchaus profitieren.

Alternative Finanzprodukte zu den Ölaktien

Zum Abschluss des Artikels möchte ich Ihnen zwei alternative Möglichkeiten vorstellen, an den Kursbewegungen der Energiemärkte zu partizipieren: die Investition in ETFs und den Handel mit Futures.

In Ölaktien mit ETFs investieren

Die US-Finanzmärkte bieten eine reichhaltige Auswahl an ETFs in diesem Sektor an. Für Privatanleger in der EU gibt es allerdings einige rechtliche Hindernisse beim Investieren in US-ETFs.

Um das Problem zu umgehen, haben viele Anbieter ETFs aufgelegt, die dieselben Indizes wie US-ETFs abbilden, jedoch den europäischen Regulierungen entsprechen (UCITS-konform).

Zwei Beispiele:

① VanEck Oil Services UCITS ETF A

(ISIN: IE000NXF88S1)

Dieser thesaurierende ETF bildet den “MarketVector US Listed Oil Services 10% Capped Index” vollständig nach. Er wurde am 31.03.2023 in Irland aufgelegt, weist ein Fondsvolumen von 11 Mio. Euro und eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,35% auf.

Die Volatilität betrug im ersten Jahr 28,58%, er wies ein Rendite/Risiko – Verhältnis von -0,18 auf.

Der zugrunde liegende Index listet 25 in den USA börsennotierte Unternehmen der Exploration und Förderung von Öl. Die 4 größten Positionen mit einer Gewichtung von jeweils etwa 10% sind Tenaris SA, Baker Hughes Co., Halliburton und Schlumberger Ltd.

Chart mit der Performance des  Van Eck Oil Services UCITS ETF
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Abb.5: Performance Van Eck Oil Services UCITS ETF

② SPDR S&P US Energy Select Sector UCITS ETF

(ISIN: IE00BWBXM492)

Dieser deutlich “größere” thesaurierende ETF bildet den “S&P Energy Select Sector Index” mit 22 Titeln vollständig nach. Er wurde wurde am 7. Juli 2015 in Irland aufgelegt und hat ein Fondsvolumen von 588 Mio. Euro. Seine TER beträgt 0,15%.

Die größten Positionen im zugrunde liegenden Index sind Exxon Mobil Corp. mit 23,16% Gewichtung, Chevron Corp. (16,86% ), ConocoPhillips mit 8,94% und EOG Resources (4,80%).

Der ETF zeigt eine Volatilität über 1 Jhr von 20,58%, über 3 Jahre von 26,21%. Das Verhältnis Rendite/Risiko beträgt über 1 Jahr 0,10, über 3 Jahre 0,31 und über 5 Jahre 0,58.

Chart mit der Performance des SPDR S&P US Energy Select ETFs
Abb.6: Performance des SPDR S&P US Energy Select ETFs

Direkt am Preis des Rohöls partizipieren mit Futures

Eine weitere Möglichkeit ist der Handel mit Futures. Ein Future bildet den Ölpreis direkt ab. Der wesentliche Unterschied zur Investition in Aktien ist, dass ein Future sowohl long als auch short unmittelbar handelbar ist. Der Futurestrader hat also die Möglichkeit, sowohl am Preisanstieg als auch am Kursverfall des Rohstoffs mit zu “verdienen”.

Der Chart in der Abbildung stellt den Rohöl-Preis (WTI) und den Futurespreis des Futures CL der letzten 5 Jahre gegenüber. Im Chart erkannt man fast keinen Unterschied der beiden Linien (Rot: Futurespreis, Blau: WTI-Preis am Spotmarkt). Darunter ist die Differenz der beiden Preise (Future — Spotmarkt) aufgetragen.

Chart mit Vergleich zwischen Rohöl (WTI) Preis und Futures (CL) Preis.
Abb.7: Vergleich zwischen Rohöl (WTI) Preis am Spotmarkt und Futures (CL) Preis. Differenz zwischen Futures- und Rohöl-Preis

Die Besonderheiten des Futureshandels, speziell im Hinblick auf die Begrenzung der Laufzeit eines Futures-Kontrakts und auf das Risiko – Futures sind gehebelte Produkte – habe ich in meinem Artikel “Was sind Futures und wie werden Sie gehandelt” ausführlich beschrieben.

Ich empfehle Ihnen, bei Interesse an diesem äußerst interessanten Thema auch diesen Beitrag zu lesen.

Häufig gestellte Fragen zu Ölaktien

Was sind Ölaktien und welche Unternehmen gehören dazu?

Ölaktien sind Wertpapiere von Unternehmen, die in der Öl- und Gasindustrie tätig sind. Diese Unternehmen lassen sich in drei Sektoren unterteilen: Upstream (Exploration und Förderung), Midstream (Transport und Lagerung) und Downstream (Raffination und Vertrieb). Große Konzerne wie Exxon Mobil oder Shell sind meist in allen drei Bereichen aktiv.

Warum sollte man in Ölaktien investieren?

Der Handel mit Ölaktien bietet die Möglichkeit, von steigenden Ölpreisen zu profitieren. Besonders Upstream-Unternehmen erzielen höhere Gewinne, wenn der Ölpreis steigt. Zudem zahlen viele etablierte Konzerne attraktive Dividenden, was sie für langfristige Anleger interessant macht.

Wie beeinflusst der Ölpreis den Aktienkurs von Ölunternehmen?

Der Ölpreis hat je nach Unternehmenssektor eine unterschiedliche Wirkung auf Ölaktien. Upstream-Firmen profitieren direkt von steigenden Preisen, da ihr Rohöl teurer verkauft wird. Downstream-Unternehmen hingegen haben oft höhere Kosten und können bei niedrigen Ölpreisen bessere Margen erzielen.

Welche Risiken gibt es beim Handel mit Ölaktien?

Ölaktien sind stark von geopolitischen Entwicklungen, OPEC-Entscheidungen und der globalen Wirtschaftslage abhängig. Naturkatastrophen, politische Konflikte oder Förderkürzungen können zu hohen Kursausschlägen führen. Zudem spielt der Wechselkurs des US-Dollars eine Rolle, da Öl weltweit in Dollar gehandelt wird.

Welche Ölaktien bieten hohe Dividendenrenditen?

Große Ölunternehmen zahlen regelmäßig Dividenden. Petrobras, Enbridge und Enterprise Products Partners gehören zu den Firmen mit hoher Dividendenrendite. Anleger sollten jedoch auch die Ausschüttungsquote und das langfristige Wachstum der Dividenden berücksichtigen.

Wie kann man mit Ölaktien langfristig investieren?

Langfristige Investoren setzen auf Unternehmen mit solider Bilanz, stabilen Erträgen und hoher Dividendenrendite. Wichtig ist eine breite Diversifikation, um das Risiko durch Preisschwankungen zu reduzieren. Neben Einzelaktien bieten sich auch ETFs auf Ölaktien als langfristige Anlage an.

Welche kurzfristigen Handelsstrategien gibt es für Ölaktien?

Daytrader und Swingtrader nutzen die hohe Volatilität im Ölsektor, um kurzfristige Preisbewegungen auszunutzen. Technische Indikatoren und Nachrichten über Ölpreise, OPEC-Entscheidungen oder geopolitische Ereignisse spielen hier eine wichtige Rolle.

Welche Alternativen gibt es zum direkten Kauf von Ölaktien?

Neben Einzelaktien gibt es ETFs auf Ölaktien, die eine breite Streuung ermöglichen. Zudem können erfahrene Trader mit Futures auf Öl direkt an der Preisentwicklung von Rohöl partizipieren. Futures bieten die Möglichkeit, sowohl auf steigende als auch auf fallende Ölpreise zu setzen.

Wie beeinflusst die Energiewende den Ölmarkt?

Die zunehmende Umstellung auf erneuerbare Energien setzt Ölkonzerne unter Druck. Einige Unternehmen investieren verstärkt in erneuerbare Energien, während andere weiterhin stark auf fossile Brennstoffe setzen. Langfristig könnte dies den Wert von Ölaktien beeinflussen.

Lohnt sich der Handel mit Ölaktien in unsicheren Zeiten?

Ölaktien sind oft volatil, aber bieten Chancen für Trader, die Marktschwankungen ausnutzen. Politische Krisen, wirtschaftliche Unsicherheiten und Entscheidungen der OPEC können den Markt kurzfristig beeinflussen. Eine gründliche Analyse der Ölunternehmen und eine klare Handelsstrategie sind daher entscheidend.

Quellen: Die Daten wurden im Februar/März 2025 der Website barchart.com entnommen. Die Charts sind mit dem Tool barchart.com bzw. TradingView.com erstellt.

Karl-Heinz Ramer

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